Wirtschaft

Nachfolgelösung im Betrieb: Neue Chancen für Unternehmen

Sie bilden den Mittelstand von morgen: Gründerinnen und Gründer, die neue Unternehmen aufbauen oder bereits bestehende übernehmen. Mit ihren Investitionen und Innovationen halten sie den Mittelstand lebendig und stärken den Wirtschaftsstandort Deutschland. Und sie schaffen Arbeitsplätze: Jährlich entstehen durch Neugründungen rund 481.000 neue Vollzeitjobs. Diesen Unternehmensgeist müssen wir fördern und dafür sorgen, dass Gründungen und Nachfolgen leichter werden. Deshalb hat Bundesminister Peter Altmaier gemeinsam mit der Wirtschaft die Gründungsoffensive „GO!“ gestartet, die zusätzliche Impulse für einen starken Mittelstand gibt.

Die Gründerszene in Deutschland ist lebendig und vielfältig – sie reicht von den vielen neuen Dienstleistungsbetrieben über das Handwerk und die freien Berufe bis hin zu digitalen Start-ups. Vor allem innovative Unternehmensgründungen bringen unsere Wirtschaft voran und schaffen die zukunftsfähigen Arbeitsplätze von morgen. Diese rund 16 Prozent der Existenzgründungen bringen Neuheiten auf den regionalen, deutschen oder weltweiten Markt und sorgen mit neuen Produkten, Dienstleistungen und Geschäftsmodellen für mehr Wettbewerb. Und sie sind wichtige Impulsgeber für bestehende Mittelständler.

Unternehmensnachfolgen sichern mittelständische Betriebe

Unsere Unternehmerinnen und Unternehmer werden aufgrund des demographischen Wandels immer älter. Dadurch wird sich in den nächsten Jahren nicht nur unsere Gesellschaft nachhaltig verändern, sondern auch unsere Wirtschaft. Jährlich suchen bereits 30.000 Betriebe Nachfolgerinnen und Nachfolger, die die Firma übernehmen. Für Gründerinnen und Gründer bieten sich damit sehr gute Chancen, ein etabliertes Unternehmen mit bestehender und bewährter Infrastruktur und Fachkräften zu übernehmen. Ein zentrales Element für den zukünftigen Erfolg unserer kleinen und mittleren Unternehmen wird dabei sein, dass anstehende Wechsel an der Spitze reibungslos verlaufen und die Betriebe fortgeführt werden.

© BMWi

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) unterstützt mit einem vielfältigen Förderangebot gezielt kleine und mittlere Unternehmen (KMU) sowie Freiberufler, Gründungsinteressierte und innovative Start-ups in allen Phasen.

  • Die Gründungsoffensive „GO!“ setzt an zehn Schwerpunkten an und gibt zusätzliche Impulse für einen starken Mittelstand. Denn es geht insbesondere darum, die Gründungskultur in Deutschland insgesamt zu stärken und mehr junge Menschen für die unternehmerische Selbständigkeit zu begeistern. Und die Leistungen von erfolgreichen Unternehmerinnen und Unternehmern müssen von der Gesellschaft mehr wertgeschätzt werden.
  • Beim erfolgreichen EXIST-Programm, das seit 2007 Gründungsvorhaben an Hochschulen und Forschungsinstituten fördert, wurden die Mittel für 2019 mehr als verdoppelt.
  • Für das INVEST-Programm, bei dem private Investoren 20 Prozent ihrer Investitionssumme in ein junges innovatives Unternehmen steuerfrei erstattet bekommen, stehen über das Jahr 2020 hinaus jährlich rund 45 Millionen Euro zur Verfügung.
  • Technologisch innovative Unternehmen können auf ein neues Angebot zur Wachstumsfinanzierung von Bund und KfW zurückgreifen: Das KfW-Programm Venture Tech Growth Financing als Teil der Tech-Growth-Fund-Initiative der Bundesregierung bietet schnell wachsenden Unternehmen Kredite zur Finanzierung des Wachstums an.
  • Das Fondsvolumen des Venture Capital Fonds coparion hat sich durch den Beitritt der Europäischen Investitionsbank (EIB) um 50 Millionen Euro auf insgesamt 275 Millionen Euro erhöht. Als Ko-Investitionsfonds beteiligt sich coparion immer gemeinsam mit mindestens einem weiteren privaten Investor an innovativen Start-ups und jungen Technologieunternehmen.
  • Die Onlinebörse nexxt change des BMWi und der KfW bringt Unternehmen und nachfolgeinteressierte Existenzgründerinnen und -gründer zusammen.
  • Mit der neuen Initiative „Unternehmensnachfolge aus der Praxis für die Praxis“ werden wir neue Projekte wie Praxisdialoge, Nachfolgemoderatoren oder -coaches sowie Netzwerke oder Kooperationen von mehreren wirtschaftsnahen Einrichtungen in den Regionen etablieren.
  • Die neu ausgerichtete BMWi-Initiative „FRAUEN unternehmen“ ermutigt Frauen darin, ihre Geschäftsideen umzusetzen und Unternehmen aufzubauen. 190 Vorbild- Unternehmerinnen berichten ehrenamtlich bei regionalen Veranstaltungen über ihre Erfahrungen bei Gründung oder Unternehmensübernahme.

Quelle:

Bundesministerium für Wirtschaft und Energie
Referat Soziale Medien, Öffentlichkeitsarbeit
Scharnhorststr. 34-37
10115 Berlin / Internet: www.bmwi.de


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