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Existenzgründung – Motor für Wachstum und Wettbewerb

Existenzgründungen sind die Grundlage für wirtschaftliches Wachstum. Neue Ideen, Produkte, Dienstleistungen und Geschäftsmodelle modernisieren nicht nur die Wirtschaftsstruktur, sondern schaffen auch neue Arbeitsplätze.

In Deutschland sind 2017 über 380.000 Gründerinnen und Gründer in die unternehmerische Selbständigkeit gestartet. Start-ups und Unternehmensgründungen in der gewerblichen Wirtschaft, im Handel, im Handwerk bis hin zu Existenzgründungen in den Freien Berufen haben für die Volkswirtschaft eine große Bedeutung: Sie schaffen nicht nur neue Arbeitsplätze, sondern fördern auch die Wettbewerbs- und Innovationsfähigkeit und halten die Soziale Marktwirtschaft fit.

Innovationen und Arbeitsplätze schaffen

Gründerinnen und Gründer verwirklichen innovative Ideen und fördern damit Fortschritt, Wachstum und Wettbewerbsfähigkeit. Rund 15 Prozent der Existenzgründer gingen 2017 mit einer Neuheit auf den regionalen, deutschen oder weltweiten Markt. Jede fünfte Gründung ist “digital”, das heißt die Digitalisierung oder der Einsatz von digitalen Technologien ist entscheidend für die Realisierung des Geschäftskonzepts.

Die Gründung einer selbständigen Existenz hat positive Beschäftigungseffekte. Neugründungen entlasten den Arbeitsmarkt und schaffen Arbeitsplätze. Jährlich entstehen durch Neugründungen rund 430.000 neue Vollzeitbeschäftigungsverhältnisse.

Wettbewerb und Strukturwandel fördern

Durch neue Unternehmensgründungen wächst die Zahl der Akteure im Wettbewerbsgeschehen. Junge Unternehmen fordern nicht nur bestehende Unternehmen mit neuen Produkten, Dienstleistungen, Prozessen und Geschäftsmodellen heraus, sondern treiben auch den Wettbewerb an. In der digitalen Welt werden zunehmend die innovativen Start-ups Motor des Wandels.

Freiheit, Vielfalt und Stabilität in der Gesellschaft stärken

Selbständige Unternehmen tragen zur Stabilität unserer demokratischen Gesellschaftsordnung bei. Wirtschaftliche Verantwortung wird auf viele Schultern verteilt, “Machtkonzentration” verhindert und unternehmerische Freiheit gefördert. Die Gründerszene ist heterogen und vielfältig. Menschen mit ausländischer Herkunft erlangen eine zunehmende Bedeutung. Die Zahl der Selbständigen mit Migrationshintergrund ist seit 2005 um 30 Prozent auf rund 750.000 angestiegen.

Frauenanteil unter den Existenzgründern zielgerichtet fördern

Nur etwa jede dritte Existenzgründung erfolgt durch eine Frau; dagegen liegt der Anteil der Frauen an allen Erwerbstätigen zwischen 15 und 64 Jahren laut Mikrozensus bei 46,1 Prozent. Positive Entwicklungen sind bei den Nebenerwerbsgründungen zu beobachten: 2017 lag der Frauenanteil bei etwa 43 Prozent. Insgesamt und vor allem bei innovativen Gründungen muss das Gründungspotenzial von Frauen durch zielgerichtete Maßnahmen ausgeschöpft werden.

Gründungsoffensive

Zur Stärkung der Gründungskultur in Deutschland startete Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier im November 2018 gemeinsam mit der Wirtschaft die Gründungsoffensive „GO!“. Ziel ist es, zusätzliche Impulse zu geben und zum Gründen zu ermutigen. Minister Altmaier appelliert insbesondere, Gründungen noch stärker in der Gesellschaft zu verankern. Unternehmerisches Denken und entsprechende Kompetenzen sollen demnach möglichst früh in Schulen und Hochschulen vermittelt werden. Außerdem sollen die digitalen Beratungsangebote für Gründungen ausgebaut, die Unternehmensnachfolgen erleichtert und mehr Frauen für das Unternehmertum gewonnen werden. Für Gründerinnen und Gründer sollen weiterhin passgenaue Finanzierungsinstrumente und für Start-ups mehr Wagniskapital bereitgestellt werden.